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Das Upgrade für den Menschenverstand 2.0

6. FORUM EHRENAMT – engagiert diskutiert

Passend zum Jahresmotto „Ehrenamt grenzenlos“ der Versicherungskammer Stiftung erfuhren Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Rettungsorganisationen, wie sie sich die Zusammenarbeit, Kommunikation und Verwaltung in Vereinen, Organisationen und Einrichtungen durch die Digitalisierung verändert, wie digitale Lösungen sinnvoll eingesetzt werden und wo die Herausforderungen liegen.
Im Rahmen des 6. „FORUM EHRENAMTs – engagiert diskutiert“ zum Thema „Ehrenamt 4.0 – Digitaler Sklave oder smarter Nutzer“ berichtete Digital-Therapeutin Anitra Eggler, wie man seine Macht über die digitale Kommunikation zurückgewinnen, stressfrei erfolgreich kommunizieren und sich dazu noch Zeitoasen schaffen kann. „Die digitale Revolution ist vorbei“, erklärte sie, „weil die Gewinner keine Verhandlungsmasse übrig gelassen haben.“ Google, Facebook, Apple und Amazon hätten die mächtigsten digitalen Geschäftsfelder erfolgreich monopolisiert und dominieren den Markt und wir, der „Homo Digitalis“, nehmen die Nutzungsbedingungen und Datenverarbeitung beinahe ungehindert in Kauf.

Digital Detox für den „Homo Digitalis“

Unser Alltag ist fast komplett digital: Wir sind mittlerweile Menschen mit besonderen Bedürfnissen geworden. Ohne Strom kann der Homo Digitalis nicht überleben, wie sonst sollte das lebenswichtiges Organ – das Smartphone – funktionieren. Wir stecken im digitalen Hamsterrad und leiden an Krankheiten, so Eggler, wie Daten-Diarrhö, Smartphone-Sucht, E-Mail-Wahnsinn, Sinnlos-Surf-Syndrom, Social-Media-Inkontinenz, Meeting-Malaria und Präsentations-Pest. Mit bewusster Selbstverteidigung und selbstgesetzten Regeln hat man Heilungschancen gegen die „digitale Dauerablenkung“.

Digitale Unterbrechungskultur versus E-Mail-Öffnungszeiten

Ziel der Digitalisierung sei es unsere Arbeit zu erleichtern und zu vereinfachen, die Produktivität zu steigern, Wissen zu teilen, Zeit zu gewinnen und sich zu vernetzen, um sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, sensibilisierte Eggler. Stattdessen schreiben wir zig Mails pro Tag, setzen andere und am besten noch uns selbst zur Absicherung in CC und werden aufgrund der unkontrollierbaren Arbeitsunterbrechung durch ankommende Mails auf alle verfügbaren Endgeräte andauernd abgelenkt. Wochenende? Weihnachten? Mailen geht immer! Eggler beschreibt die E-Mail als „ersten digitalen Dopamin-Dealer, der unser Arbeiten und wenig später auch unser Leben in eine unendliche Unterbrechung verwandelt hat.“ Wichtig sei mittlerweile, dass man kommuniziert und nicht was man kommuniziert. Was tun? Beispielsweise den Tag offline starten, „Mail halten“ oder E-Mail-Öffnungszeiten einführen. Jeder Zuhörer konnte sich wiedererkennen, beispielweise bei der Nutzung von Google und den Umgang mit den Ergebnissen in der Suchmaschine, auf das schnelle Reagieren bei Nachrichten oder das Annehmen eines Anrufs, um mitzuteilen, dass man gerade in einer Besprechung ist und deshalb nicht telefonieren kann.
Fazit: Die digitale Evolution ist unser aller Herausforderung und „Offline“ ist der neue Luxus der Zukunft. Hier geht’s zur Lektüre!


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